Unser Adventskalender 2025

Unser Adventskalender 2025 wurde erstellt von rici14712

Posted 13 Stunden 42 Minuten her #14157

luthiandis 



Samstag :

1. Advent - Reise nach Italien

Die Geschichte des Weihnachtsfestes in Italien

Das Weihnachtsfest – Natale – ist in Italien seit der frühen Christenzeit einer der bedeutendsten religiösen und familiären Feiertage. Bereits in der spätantiken römisch-christlichen Zeit (4. Jh.) wurde das Fest der Geburt Christi am 25. Dezember gefeiert.
Italienische Städte führten bereits im 12.–13. Jh. festliche Weihnachtsmessen und Krippenspiele ein. Besonders Franz von Assisi prägte 1223 die Tradition der lebendigen Krippe (Presepe vivente), die sich schnell in ganz Italien verbreitete. Einige der berühmtesten und ältesten Krippen der Welt finden sich in Italien.  In der frühen Neuzeit - besonders in der Zeit des Humanismus - wurde der Brauch des Weihnachtsessens wichtiger, besonders in Norditalien. Regionale Spezialitäten wie süße Brote (Panettone) entstanden.
Der bei uns so beliebte Weihnachtsbaum verbreitete sich relativ spät (ab Mitte des 19. Jh.), während die Krippe in vielen Regionen weiterhin zentral als Schmuckelement blieb.
In Italien ist auch der 6. Januar (Epifania) ein ganz bedeutender Teil des Weihnachtsfestes – und hier kommt La Befana ins Spiel.


La Befana - wer ist das überhaupt?
La Befana ist eine alte Frau, oft als Hexe dargestellt, mit einem Besen, zerlumpten Kleidern und Ruß im Gesicht, weil sie durch den Schornstein kommt. In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar bringt sie braven Kindern Geschenke und Süßigkeiten, unartigen Kindern Kohle (heutzutage meist aus Zucker).

Und warum bringt sie nun am 6 Januar die Geschenke?Als die drei Weisen aus dem Morgenland auf dem Weg waren, um das Jesuskind zu finden, baten sie eine alte Frau um Unterkunft. Sie luden sie ein, mit ihnen zu kommen, aber das alte Weib lehnte ab – sie sei zu beschäftigt mit dem Putzen. Später - als die drei Weisen weitergezogen waren -  bereute sie ihre Entscheidung, packte einen Korb mit Geschenken und machte sich auf den Weg. Doch sie fand das Jesuskind nicht. Seitdem fliegt sie in der Nacht vom 5. Januar zum 6. Januar durch die Luft, auf der Suche nach ihm und verteilt Geschenke an Kinder – in der Hoffnung, dass eines von ihnen das Jesuskindlein ist.

Doch ist La Befana viel älter. In alten römischen und bäuerlichen Ritualen gab es eine weibliche Gestalt, die den Übergang vom alten zum neuen Jahr symbolisierte. Ihr Besen steht für das „Hinauskehren“ des alten Jahres, ihre Süßigkeiten für Fruchtbarkeit und Neubeginn. Auch gibt es die Theorie, das es mögliche Verbindungen zu der römischen Göttin Strenia (auch Strenua - eine Göttin der Sabiner) gibt oder zu volkstümlichen Wintergestalten.



 

Last Edit:13 Stunden 41 Minuten her von rici14712
Letzte Änderung: 13 Stunden 41 Minuten her von rici14712.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ladezeit der Seite: 1.784 Sekunden

Anmeldung