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Eselei

Eselei wurde erstellt von kodiak

Posted 14 years 11 months ago #2770
vier tage dauerte das fest, überall waren inzwischen die spuren des gelages zu sehen. aufgeweichte, schlammige, durch viele füsse gut durchgearbeitete wege, reste der mahlzeiten und des tagelangen gezeche und vereinzelt in den ecken liegende menschliche opfer der maßlosigkeit und unzucht wurden im morgendlichen licht der aufgehenden sonne sichtbar.
viel hatten sie nun zu tun, die knechte und mägde des gastgebers, galt es doch in rekordzeit nun die burg wieder im vorherigen glanz erstrahlen zu lassen. viel arbeit, beinah unmöglich, aber sie schafften es. bald schon war die burg aufgeräumt und die gäste ob wie wollten oder nicht in kutschen verfrachtet und in alle himmelsrichtungen auf die reise geschickt.
bis auf zwei templer und einem bischof in rente, die scheinbar vergessen schon etwas länger auf ihre kutsche warteten.

zum glück hielt das wetter und die sonne, die sich in den 4 tagen eher selten zeigte, versprach ein angenehmes reisewetter. und endlich traf auch ein bote ein und brachte die botschaft, daß die gebuchte kutsche verschollen sei. nun war guter rat teuer.
hier zeigte sich nun die wunderbare freundschaft des gastgebers. schnell war eine eigene kutsche hergerichtet und samt templern, bischof und ihrem reisegepäck zur nächsten grössen stadt geschickt. man hatte gehört, dort soll es noch kutschen geben, die in die gewünschte richtung, dem weit entfernten norden fuhren. die reise begann und frohen mutes war die kleine reisegesellschaft bereit über die anfängliche verzögerung hinweg zu sehen.
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schon bald stand man nun an der kutschenstation bad hersfeld, ein kleiner knotenpunkt in der nähe der burg, und vernahm das in kürze auch eine kutsche in die gewünscht richtung fuhr. Es war zwar nur eine kleine kutsche, gezogen von eseln in blaugelber farbe und aus der familie CANtrup, aber dies war besser als nichts und schnell war die fahrt gebucht und bezahlt.
was man aber übersehen hatte, was ja auch kein wunder war nach 4 tagen gezeche ^^ , diese esel, diese blaugelben . . . . der allmächtige möge ihnen mal ihren platz auf dieser erde zeigen . . . waren aus derselben familie, wie jene die schon die erste verzögerung verursacht hatten. Diese ganze familie bestand anscheinend aus eseln, die beschlossen hatten an diesem sonnigen tag lieber auf ihrer wiese zu stehen als ihre, von IHM gegebene aufgabe zu erfüllen und reisende an ihr ziel zu bringen. und so saß die reisegesellschaft wieder fest.
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nach einer gefühlten ewigkeit und ungewissheit, wie es denn nun weitergeht. hatte einer der blaugelben esel wohl mitleid und erklärte sich bereit doch noch eine kutsche zu ziehen. die freude war gross, nun ging es endlich los.
langsam tuckelte die kutsche nun übers land und hielt an einem weiteren kleinen kontenpunkt. hier sollte man umsteigen, weil die kutsche wohl in eine andere richtung weiterfuhr. die templer schwer bepackt, so das der bischof in rente sogar ein teil ihrer ausrüstung übernahm und verwahrte, eilten sie hinüber zu der anderen kutsche . . . . in den nun schon bekannten farben blaubgelb. sie wartete schon, aber etwas schien nicht zu stimmen. es war kein esel zu sehen.

etwas verwirrt stand die reisegesellschaft bei der kutsche, die nicht grad abreisebereit schien. die türen verschlossen und kein zugtier weit und breit. . . . dann kam die erleuchtung über die beiden templer und dem bischof in rente . . . . . . der name des knotenpunktes war BEBRA. . . . sie waren also fast wieder da wo die reise begonnen hatte und saßen wie zuvor fest.
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wieder verging eine ewigkeit des wartens, und wieder fand sich ein esel arbeitsbereit und die reise konnte weitergehen. über einige knotenpunkte wie sontra und eschwege ging es endlich nach göttingen, wo die reisenden froh und glücklich eintrafen, da sie wussten das die blaugelben ab hier nicht mehr für den reiseverkehr verantwortlich waren.
aber zu früh gefreut!
die blaugelben hatten nämlich verwandtschaft, die sich zwar in rötlichen farben zeigten und sich metroNom nannten, aber anscheinend an der gleichen familienkrankheit litten wie die blaugelbe eselsfamilie. und dieser familienzweg war besonders getroffen, sie hatten sich komplett auf ihre wiesen verzogen und keine einzige kutsche fuhr mehr an diesem tag.

so langsam kam sich die kleine reisegesellschaft nun doch veralbert vor. hatten sich die eselsfamilien verschworen und trieben böse scherze mit den reisenden? die einen täuschen aktivität vor, locken die reisenden über kleine, unbedeutende knotenpunkte, lassen sie in der wildnis allein in der inzwischen doch brütenden hitze schmoren, ohne gaststuben in denen man verweilen konnte. und bringen sie dann zu ihren verwandten auf den nächst grösseren knotenpunkt, wo dann endstation ist.
welch zufall das hier nun doch ein gasthaus steht, inzwischen angefüllt mit verzweifelten reisenden, die hier festhingen und ausgehungert und durstig waren. das könnte beinah ein geniestreich ala ulandrak sein und wer weiss, vielleicht hatte er ja seine finger da mit drin.
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wieder warteten die templer und der bischof in rente, ungewiß wie es weitergehen sollte. doch schien ein hoffnungschimmer am horizont, auf diesem knoten gab es noch eine eselsfamilie, in knalligen rot und dem kurzen namen DB.
ob sie nun verwandt war mit den anderen beiden eselsfamilien, man weiss es nicht. aber sie waren geschäftstüchtiger als die anderen. sie präsentierten sich als fleissiges unternehmen und boten kutschen in alle himmelsrichtungen an.
die roten freuten sich natürlich über die faulheit der anderen eselsfamilien, wurde ihr geschäft doch einträglicher, und auch an dem gasthaus, in dem die vielen ausgehungerten und durstigen reisenden warteten hatten sie ihren anteil.
auch gen norden sollte an diesem tag noch eine einzige kutsche fahren. und mit umsteigen auf zwei zwischenknoten und einer recht langen fahrtzeit sollte man so sein ziel erreichen können. denn diese roten waren ja zuverlässig und liessen ihre reisenden nicht in stich. . . . . zusätzlich boten sie gegen einen erheblichen aufschlag einen service namens schwertadel an, mit schnellkutschen in den farben rot und silber, an deren seite die buchstaben IC oder ICE standen. mit denen konnte man die vielen kleinen knoten auslassen und erreichte sein ziel um vieles schneller.

nur leider hatten die templer und der bischof in rente nicht mit solchen eselsfamilien gerechnet. esel die entweder faul waren und die arbeit verweigerten, esel die die reisenden aushungerten und dursten ließen, um sie anschliessend in gasthausfallen abzusetzen. und esel, welche die not der festhängenden reisenden ausnutzen und unattraktive oder überteuerte reisemöglichkeiten anboten.

die taler die sie dabei hatten, reichten nicht für die wundervollen schnellkutschen und so mussten sie wohl oder übel wieder viele stunden auf die einzig noch fahrende, langsame, an jedem knotenpunkt haltende kutsche der roten warten. und wen wunderts, diese zeit verbachten sie in dem gasthaus und gaben dort den rest ihrer taler aus. . . . . . .
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seeeeeeeehr viel später, die uhr verkündete schon vor einer ganzen weile den neuen tag, und mit leeren, geplünderten geldbeuteln traf die kleine reisegesellschaft erschöpft und müde endlich an ihrem ziel im norden ein.
(mögliche ähnlichkeiten mit in der realität existierenden personen und/oder gruppen sind natürlich nicht beabsichtigt und reiner zufall)
von kodiak

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C.Edward antwortete auf Eselei

Posted 14 years 11 months ago #2775
Und dann nach vielen Stunden des Reisens und des wartens. Dann endlich berührte der Templer heiligen Boden unter den Füßen. Die Last des Gepäcks brannte in den Fingern, die Rücken waren geschunden. Und dennoch nicht wankend, seit neun Stunden unterwegs über die Knoten des Reiches, erreichten sie das Land Hannover. Es hieß abschied nehmen vom Bischof in Rente, sein Weg war ein anderer.

Einer der Templer, sein Ziel lag hoch im Norden, sein Weg noch Stunden fern. Doch auch hier schien diese Eselei kein Ende zu nehmen. Die Kutsche die fahren würde, verlangte so viele Pausen unterwegs das er erst am späten Morgen die Burg im hohen Norden an der See erreichen würde. Da die Nacht Kalt und der Boden hart war, einigten sich die Templer das der Nordländer noch einige Stunden in dem warmen Stadthaus des anderen warten würde.

Und so nahmen sie eine kleine grüne Kutsche, die immer und zuverlässig innerhalb der Stadt die Orte abfuhr und eifrige Bürger nach hause brachten. Doch der Kutscher Stur und alt, wollt sie nicht bringen bis vor die Tür des Hauses, also mussten sie schleppen die last bis zu Letzt.

Im warmen angekommen, wurde dann geredet und geruht bis zu Letzt wenige Stunden später als die Nacht noch dunkel war der Nordländer sich dann von einer Privatkutsche mitnehmen ließ tief in den Norden des reiches..
von C.Edward

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